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Griechenland: Ikaria - wild und unberührt

Oberflächlich betrachtet steil, schroff und unzugänglich wirkend, zeigt sie demjenigen ihre wahren Schönheiten, der sich wirklich auf sie einlässt.
Die Anreise über Samos beschert uns das besondere Erlebnis, sich der noch unbekannten Insel vom Meer aus zu nähern und sich langsam an sie heranzutasten.
Die Wanderungen führen uns durch Steineichenwälder, in wilde Schluchten und zu außergewöhnlichen Felsformationen. Wir passieren urige Bergdörfer mit alten Steinhäusern und Felsendächern. Wir begegnen Menschen, die durch ihr einfaches Leben in und mit der Natur gesünder leben und erwiesenermaßen auch älter werden als anderswo.
In verschiedensten Epochen der Geschichte wurde Ikaria als Verbannungsort für Oppositionelle benutzt, zuletzt traf es im Bürgerkrieg und während der Militärdiktatur die Kommunisten. Im Mittelalter waren die Bewohner der ständigen Bedrohung durch Piraten vom Meer ausgesetzt und führten ein von der Küste zurückgezogenes Leben in der „Unsichtbarkeit“.
All diese Einflüsse haben den Inseltanz „Ikariotikó“ entstehen lassen. Er spiegelt das ureigene Lebensgefühl der hier geborenen und lebenden Menschen wieder.

p.P. ab € 1390.00

Reise Nr. 39193

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Wanderungen

3 leichte, 2 mittlere, 4 ausdauernde Wanderungen, teilweise ist Trittsicherheit erforderlich

Leistungen

14 Übernachtungen in DZ mit Du/WC, (2x auf Samos, 12 x Ikaria) Halbpension in ausgewählten Tavernen, Fähren, alle Fahrten und Transfers, Eintritte, Führungen, 10 geführte Wanderungen, deutschsprachige Reiseleitung ab und bis Flughafen Samos
Gerne sind wir Ihnen dei der Buchung Ihres Fluges behilflich. Oft sind früh gebuchte Flüge sehr preisgünstig.

Termine

GR 4 Di. 04.09. - Di. 18.09.18

Preis 1.390 Euro
Einzelzimmer 190 Euro Zuschlag
Teilnehmer 8 bis 20 Personen
Reiseleitung Christa Grünbauer
Veranstalter Natur & Kultur

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Bildergalerie Ikaria

Reisedetails

auf der Insel des Ikarus

Es ist ein ganz besonderes Erlebnis, sich einer unbekannten Insel vom Meer aus zu nähern, das Bild der Insel langsam in sich aufzunehmen, den Kontakt herzustellen, ganz allmählich in die neue Welt einzutauchen.

Mythologisch findet die Insel ihren Namen bei Ikarus, der aufgrund seines Übermuts beim Fliegen der Sonne zu nahe kommt, dadurch seine Flügel verliert und abstürzt. Ikaria nimmt auch für sich in Anspruch, die Heimat des Dionysos zu sein, dem Gott des Weines. Tatsächlich war die Insel in der Antike für die besonders gute Qualität ihres Weines berühmt.

Auf Ikaria erreichen überdurchschnittlich viele Menschen ein Alter von 90 und sogar über 100 Jahren. Dies hat eine amerikanische Gesundheitsbewegung namens „Blue Zones“ publiziert. Sie sucht weltweit nach Regionen, wo Menschen durch ein einfaches, natürliches Leben abseits von Einflüssen der modernen Welt gesünder leben und eben auch älter werden als anderswo.

In der Tat ernähren sich die Ikarioten weitgehend vollständig aus der sie umgebenden Natur, aus ihrem eigenen Garten und aus eigener Tierhaltung für Fleisch- und Milchprodukte. Viele Bienenkästen, die meist wie blaue Punkte die Landschaft schmücken, sprechen für eine reiche Honigproduktion. Oliven und Wein gedeihen auf den überall angelegten Terrassen.

Die Fischerei spielt traditionell keine große Rolle, was zum einen an den kaum vorhandenen natürlichen Häfen liegt. Zum anderen waren die Inselbewohner der im Mittelalter ständigen Bedrohung durch Piraten vom Meer ausgesetzt und führten ein von der Küste zurückgezogenes Leben in der „Unsichtbarkeit“.

Die landschaftliche Unzugänglichkeit hat bereits in byzantinischer Zeit die damaligen Kaiser bewogen, ihre Gegner hierher zu verbannen. Diese Praktik wurde im griechischen Bürgerkrieg und während der Militärjunta aufgegriffen. Das linke Gedankengut der hierher verbannten Intellektuellen fiel bei den Bewohnern auf fruchtbaren Boden und ließ ein funktionierendes Gemeinwesen wachsen, das heute noch große Bedeutung hat. Ikaria ist auch in den letzten Jahrzehnten als „Rote Insel“ von den wechselnden Regierungen in Athen eher vernachlässigt worden. Dies hat die Entwicklung einer touristischen Infrastruktur auf der Insel etwas verzögert. Zum Glück – denn sie hat sich ihre Ursprünglichkeit bewahrt.

So gibt es Regionen im Süden und Westen, die heute leichter mit dem Schiff als mit dem Auto erreichbar sind. Sie werden drei Mal in der Woche von einem Postschiff angelaufen. Diese Gelegenheit nehmen auch wir wahr und fahren eine Strecke mit Kapitän Michali und seinem Versorgungsboot.

Die Geschichte der Insel hat eine inseltypische Musik und den Ikariotikó entstehen lassen. Dieser Inseltanz spiegelt das ureigene Lebensgefühl der hier geborenen und lebenden Menschen wieder.
Es besteht bei dieser Reise das Angebot, an den beiden freien Tagen, ein jeweils 2-stündiges Schnupperprogramm in den Inseltänzen zu belegen. Die Erfahrungen zeigen, dass eine große Suchtgefahr besteht, wenn irgendwann der Rhythmus mit den dazugehörenden Schritten im Einklang ist und auch wir Mitteleuropäer beginnen, mit der Seele zu tanzen.

Auf Ikaria wohnen wir in Armenistis an der Nordküste in einem einladenden Hotel direkt über dem Meer. Treppen führen zum Felsenstrand, eine Terrasse bietet entspannende Blicke auf die Weite des Meeres. Im Rahmen der Halbpension gehen wir üblicherweise in verschiedene Tavernen zum Essen und lassen uns einen repräsentativen Querschnitt durch die gesunde Küche Ikarias servieren. So gehört der Besuch bei einem Ökoweinbauern mit Weinprobe und vielen interessanten Informationen rund um die Themen Wein und Ernährung ebenfalls dazu.

Kloster mit Felsendach



Programm

1.Tag     Anreise nach Samos

Fluganreise nach Samos, Transfer vom Flughafen zum Hotel Astir nach Karlovassi auf Samos. Wir machen einen kleinen Rundgang und essen gemeinsam zu Abend.

2.Tag     Mit der Fähre nach Ikaria

Um 14 h fahren wir ab Karlovassi mit dem kleinen Fährschiff Panagia Theotokou von Karlovassi zum Hafen von Agios Kirikos, im Süden von Ikaria. Hier werden wir abgeholt und in einer ca.1,5 stündigen Fahrt zu unserem Hotel nach Armenistis gebracht. Dort beziehen wir unsere Zimmer für die nächsten 12 Tage.

3. Tag     Ankommen auf der Insel des Ikarus

Wir machen einen Rundgang im Dorf Armenistis und wandern über die beiden Strände Livadi und Mesakti nach Gialiskari. Auf dem Rückweg haben wir Gelegenheit zum Baden. 
Reine Gehzeit: ca. 1,5 Std., keine Höhenunterschiede, leicht  

Am späten Nachmittag begeben wir uns auf einem wunderschönen Weg oberhalb des Meeres nach Nas. Nas ist ein reizvoller Ort an einem herrlichen Sandstrand, in den der Fluß Halaris mündet. Es ist gleichzeitig ein mythischer Ort, denn hier befinden sich die Ruinen des Tempels der Stiergöttin Artemis Tauropolos. In Nas essen wir zu Abend bei Vangeliou und ihrer Tochter Irini.
Reine Gehzeit: ca. 2 Std. 200 Hm Auf- und Abstieg, leicht

4. Tag    Dörfer- und Schluchtenwanderung Teil I
              Armenistis – Ag. Dimitrios -Nas

Von Armenistis aus wandern wir durch überraschend grüne Landschaften zum Ort Agios Dimitrios auf 320 hm. Hier nehmen wir uns Zeit für eine Pause im urigen Kafenion, bevor wir dann durch landwirtschaftlich genutzte Flächen und durch die Halaris-Schlucht nach Nas und schließlich nach Armenistis zurückwandern. 
Reine Gehzeit: ca. 5 Std.350 Hm Auf- und Abstieg, ausdauernd

5. Tag    Dörfer- und Schluchtenwanderung Teil II
              Ag. Dimitrios – Christos Raches

Wir fahren hinauf nach Agios Dimitrios und setzen von dort unseren Weg vom Vortag auf die Höhe von 440 hm fort zum Dorf Christos Raches, oder Christós, wie die Einheimischen den Hauptort der Region nennen. Hier schauen wir uns ein wenig um. Dann wandern wir durch Kiefernwälder voll interessanter Felsblöcke, erreichen einen künstlichen See und das Kloster Monté. Unsere weitere Wanderung führt entlang der Myrsonasschlucht und auf abwechslungsreichen Wegen hinab in den Ort Agios Polykarpos. Abendessen in Polykarpos
Reine Gehzeit: ca. 5,5 Std.,250 Hm Auf- und Abstieg, ausdauernd

6. Tag    Zur freien Verfügung

Eine Option ist es, mit Ursula, einer Schweizerin, die seit über 20 Jahren auf der Insel lebt, hier verheiratet ist und voll in das Leben, in die Traditionen, in die Musik und die Tänze eingetaucht ist, einige Schritte typischer Inseltänze zu lernen.

7. Tag    In den Westen der Insel   Langada-Vrakades

Kleine Wanderungen sind in dem gut ausgebauten und beschilderten Wegenetz rund um Christos und Armenstis bestens auf eigene Faust möglich.

Eine weitere Option ist es, mit Ursula, einer Schweizerin, die seit über 20 Jahren auf der Insel lebt, hier verheiratet ist und voll in das Leben, in die Traditionen, in die Musik und die Tänze eingetaucht ist, einige Schritte typischer Inseltänze zu lernen.

8. Tag    Schlucht, Kirche, Museum, Wanderung mit Meerblick 

Von Gialiskari aus wandern wir zunächst durch den unteren Teil der Myrsonas-Schlucht und auf Erdwegen hinauf zum Kloster Theoktisti mit der interessanten Felsenkirche Theokepasti (440 hm). Von dort aus wieder hinab nach Kambos an der Nordküste. Bademöglichkeit am nahegelegenen Sandstrand.
Reine Gehzeit: ca. 4,5 Std.,450 Hm Auf- und Abstieg, mittel      
Am Abend: Besuch des Ökologischen Weinguts von Jorgos und Eleni mit Weinverkostung und einem von Eleni mit Produkten aus eigenem Anbau zubereiteten Abendessen. 

Ikaria-Haus-in-Weinberg

9. Tag    Nord-Süd-Überquerung / Rantiwald und Manganitis

Fahrt auf die Erifi-Hochebene, 1 stündiger Abstecher zum Ryakas Wasserfall, durch ungewöhnliche Felsformationen und mit herrlichen Ausblicken wandern wir zum  Kloster Agios Isidoros

Reine Gehzeit: ca. 4 Std. anspruchsvoll

10. Tag  zur freien Verfügung

Vom Dorf Petropouli aus führt uns ein Weg an den Rand des mit ca. 16 qkm größten zusammenhängenden Waldgebiets im gesamten Mittelmeerraum. Die ältesten Bäume, die wir hier finden, sind bis zu 300 Jahre alt. Ein großer Steineichenbestand gibt uns eine Vorstellung davon, wie es vor der Jahrhunderte lang praktizierten Abholzung natürlicherweise auf den Inseln ausgesehen haben muss. Auf einem alten Verbindungsweg überqueren wir die Insel zum Süden, wir wandern nach Manganitis hinunter.. 
Reine Gehzeit: ca. 5 Std.,350 Hm Aufstieg, 600 Hm Abstieg, anspruchsvoll

11. Tag   Individuelle Inselumrundung

Frühmorgens beginnt unser Ausflug mit dem Linienbus in den Süden der Insel nach Agios Kirikos. Hier haben wir am Vormittag Zeit, uns in der „Hauptstadt“ der Insel um zu schauen. Anschließend spazieren wir nach Therma, dem „Kurort“ von Ikaria. Wir wandern noch ein Stück weiter und haben Gelegenheit, in den heißen Quellen bei Therma im Meer zu baden und etwas für unsere Gelenke und unsere Haut zu tun.
Von Agios Kirikos fahren wir entlang der Küste mit dem Postschiff nach Karkinagri. Diese Fahrt ist ein Erlebnis, das uns in den Alltag der Einheimischen einbezieht.
Von Karkinagri lassen wir uns abholen und nach Armenistis zurückfahren.
Gehzeit von Ag. Kirikos nach Therma einfache Strecke: 45 Minuten, 80 Hm Auf- und Abstieg, leicht

12. Tag   Erifi - Agios Isidoros

Fahrt auf die Erifi-Hochebene, einstündiger Abstecher zum Ryakas Wasserfall, durch ungewöhnliche Felsformationen und mit herrlichen Ausblicken wandern wir zum Kloster Agios Isidoros
Reine Gehzeit: ca. 4 Std.,250 Hm Auf- und Abstieg, anspruchsvoll

13. Tag   Von Arethoussa nach Karavostamo

 Wir fahren Richtung Arethoussa. Unser Weg führt uns zu dem wunderschönen Bergdorf mit großen alten Platanen. Von hier aus führt uns ein breiter Erdweg in Serpentinen abwärts nach Karavostamo. Eine gemütliche Abschiedswanderung, die die Vielseitigkeit von Ikaria noch einmal unterstreicht. 

Reine Gehzeit: ca. 2,5 Std.,500 Hm Abstieg, 100 Hm Aufstieg, mittel    

14. Tag   Rückreise bis Samos

Entweder von Evdilos oder von Agios Kirikos mit dem Schiff zurück nach Samos. Transfer nach Karlovassi zum Hotel Astir. Abendessen in Korlovassi.

15. Tag   Rückflug nach Deutschland

 Witterungs- oder fahrplanbedingte Änderungen des Tagesprogrammes sind vorbehalten.

Termine

wild und unberührt

Einzelzimmer 190 Euro Zuschlag
Teilnehmer 8 bis 20 Personen
Reiseleitung Christa Grünbauer
Veranstalter Natur & Kultur

04.09.2018Dienstag, 4. September 2018 - Dienstag, 18. September 2018
15 Tage / 14 Nächte

1390 EUR

Noch mehr als 10 freie Plätze.

Kontakt

Natur & Kultur Wanderstudienreisen
Blütenweg 32
89155 Erbach-Ringingen


Telefon: 0 73 44 - 92 12 22
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